Wann ist der perfekte Zeitpunkt für E-Mails nach abgebrochenen Bestellungen?

E-Mail-Marketing

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Die Vorweihnachtszeit ist für viele Einzelhändler die umsatzstärkste Phase. Deshalb bin ich verblüfft, dass so viele Online-Einzelhändler keine Programme für abgebrochene Bestellungen haben. Warum fassen sie nicht nach, wenn Kunden Produkte zu virtuellen Warenkörben hinzufügen, den Kauf aber nicht abschließen?

Abgebrochene Bestellungen betreffen den Verkäufer und den Käufer gleichermaßen. Für den Verkäufer bedeutet das Umsatzverlust. Für den Käufer ist das eine verlorene Chance, Ihr Produkt zu erleben und zu genießen. Während Retargeting-Anzeigen gegen abgebrochene Bestellungen helfen, sind E-Mail-Kampagnen eine alternative Möglichkeit, diese Kaufvorgänge erfolgreich abzuschließen.

Erhebliche Marketing-Investitionen sind nötig, um Kunden auf Ihre Checkout-Seite zu leiten, und Marketer müssen gewährleisten, dass dieses Geld nicht verschwendet wird. Damit E-Mails zu abgebrochenen Bestellungen erfolgreich sind und das Interesse Ihrer Kunden an Ihrem Produkt wiederbeleben, ist das Timing entscheidend.

So stellen Sie fest, wann der perfekte Zeitpunkt für E-Mails zu abgebrochenen Bestellungen ist:

Stellen Sie fest, wann der Kunde gegangen ist.

Stellen Sie zuerst fest, wie weit Ihr Kunden bereits im Bestellprozess war. Wenn Ihre Kunden das Browsing beendet und damit begonnen haben, Informationen einzugeben – warum haben sie den Vorgang abgebrochen? Haben sie den Warenkorb zurückgelassen, nachdem sie die Rechnungsanschrift unvollständig eingegeben haben oder sobald die Lieferkosten angezeigt wurden?

Nutzen Sie diese Information, um Ihre Nachricht an die Kunden anzupassen. Sie können auch Ihre Website ändern, wenn Sie einen Trend feststellen, der sich durch kleinere Optimierungen des Bestellprozesses abstellen lässt. Doch um zu verstehen, an welcher Stelle Ihre Kunden den Bestellvorgang abgebrochen haben, benötigen Sie Analysemöglichkeiten. Sie können diese Daten über Ihre E-Commerce-Plattform oder mithilfe einer Webtracking-Lösung erhalten.

Verschicken Sie Ihre erste E-Mail sofort.

Unabhängig davon, warum Ihre Kunden eine Bestellung abgebrochen haben, bleiben Ihnen wahrscheinlich ein paar Stunden, um sie zurückzugewinnen. Sie sollten Ihre erste E-Mail innerhalb einer Stunde nach dem Zurücklassen des Warenkorbs senden. Idealerweise sollten die Kunden Ihre Nachricht erhalten, bevor sie ihren Computer verlassen.

Deshalb ist es absolut wichtig, dass Sie so früh wie möglich nach einer E-Mail-Adresse fragen. Denn ohne eine gültige E-Mail-Adresse können Sie nicht nachfassen.

Die erste E-Mail sollte hilfreich, aber nicht auf Verkauf ausgelegt sein.

Ihre erste E-Mail darf in keinem Fall aufdringlich sein. Wenn Sie Ihre E-Mail sofort senden, riskieren Sie, dass Ihre Interessenten irritiert sind und negative Assoziationen mit Ihrer Marke aufbauen. Das ist das Gegenteil von dem, was Sie wollen.

Deshalb sollte Ihre erste E-Mail darauf abzielen, den Kunden zu helfen, nicht ihnen etwas zu verkaufen. Vielleicht hatten sie technische Schwierigkeiten? War der Prozess zu langwierig, oder wurde die Zahlungsmethode nicht akzeptiert? Stellen Sie Alternativen und Lösungen vor, und bitten Sie um Feedback. Alle Antworten sind nützlich, um Ihren Kaufprozess sowie zukünftige Nachrichten zu optimieren.

Die zweite E-Mail sollte sanften Handlungsdruck aufbauen.

Nachdem Sie Ihre erste E-Mail versendet haben (innerhalb von einer Stunde nach dem Einkaufsabbruch), atmen Sie einmal tief durch, bevor Sie weitere E-Mails senden. Warten Sie mindestens 24 Stunden, bis Sie eine zweite E-Mail schicken.

Die zweite E-Mail sollte sanften Handlungsdruck aufbauen. Informieren Sie Ihre Käufer darüber, dass ihre Warenkörbe bald verfallen und dass eventuelle Rabatte oder zugesagte Verfügbarkeiten zu einem späteren Zeitpunkt nicht garantiert werden können.

Die dritte E-Mail sollte Anreize bieten.

Wenn Sie eine dritte E-Mail versenden möchten, sollten Sie sie nach weiteren 48 Stunden versenden. Denken Sie daran: Wenn Sie zu viele E-Mails verschicken, werden Ihre irritierten potenziellen Kunden sie wahrscheinlich als Spam einstufen. Die dritte E-Mail sollte den Käufern Anreize für den Abschluss des Kaufs bieten, z. B. einen zeitlich begrenzten Rabatt oder eine kostenlose Lieferung.

Gleichzeitig möchten Sie nicht, dass raffinierte Kunden bei jeder E-Mail auf ein Angebot warten. Senden Sie solche Angebote daher nur selten, z. B. bei 20 % der E-Mails. Sie können auch eine ausgefeiltere Logik für den Versand der Anreize anwenden. Wenn ein ansonsten lukrativer Kunde im letzten Monat keine angebotenen Anreize eingelöst hat, könnten Sie es mit einer dritten E-Mail mit Anreiz versuchen.

Optimierte Inhalte für mobile Endgeräte.

Ihre E-Mails müssen für Mobilgeräte optimiert sein. Bis Ende dieses Jahres werden 25 % des globalen Internet-Traffics über Mobilgeräte erfolgen. Daher ist für Mobilgeräte optimiertes Marketing wichtiger denn je. Da die zweite und dritte E-Mail deutlich nach der ursprünglichen Einkaufssitzung verschickt werden sollten, werden die Käufer Ihre E-Mails wahrscheinlich auf ihren Mobilgeräten lesen. Machen Sie es ihnen einfach, in Echtzeit zu konvertieren.

Was würden Sie zu diesen Anleitungen hinzufügen? Marketer, senden Sie Follow-up-E-Mails, wenn Käufer ihre Warenkörbe gefüllt zurücklassen? Käufer, empfinden Sie diese E-Mails als nützlich oder nervig? Teilen Sie Ihre Gedanken in den Kommentaren unten.

 

Fab Capodicasa arbeitet für Hoosh Marketing, einen Marketo-Agenturpartner, der sich auf Online-Einzelhandel spezialisiert. Fab Capodicasa hat Programme zu abgebrochenen Bestellungen an einige der am besten bekannten Einzelhandelsmarken in Australien gesendet.