Neuromarketing und der Vorteil in der Experience Economy

Modernes Marketing

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Wie wird Marketing im Jahre 2025 aussehen, und warum wird das Neuromarketing in der Zukunft der Experience Economy (Erlebnisökonomie) eine wichtige Rolle spielen?

Fangen wir mit der Experience Economy an. Verbraucher benötigen mehr als ein großartiges Produkt. Die Erfahrung während der gesamten Customer Journey, vom ersten Engagement über das Interesse bis zum Kauf und darüber hinaus, ist ein wesentlicher Bestandteil des Produkts. Je einzigartiger und individualisierter die Erfahrung für den Kunden ist, desto größer ist der Wert.

Mehr als 86 % der Verbraucher sagen, dass sie für ein außergewöhnliches Kundenerlebnis bereit wären, mehr Geld auszugeben. Und es verwundert nicht, dass 81 % der Unternehmen der Meinung sind, zukünftig überwiegend oder sogar komplett auf Basis der Kundenerlebnisse im Wettbewerb zu stehen. Klar, die Experience Economy wird sich weiterentwickeln. Aber die Erfahrungen, die Kunden von Ihren Käufen und Marken-Engagements erwarten, werden auch in absehbarer Zukunft das Käuferverhalten weiter vorantreiben.

In welche Richtung wird sich die Experience Economy entwickeln? Vielleicht wird sie zu einer Werteökonomie, wenn die Generation Z ökonomische Reife erlangt und Konsumenten ihre Kaufentscheidungen zunehmend daraufhin begründet, wie ein bestimmtes Unternehmen oder eine bestimmte Marke zu Themen wie sozialer Gerechtigkeit oder humanitären Fragen sowie Verantwortung gegenüber der Umwelt steht.

Wettbewerbsvorteil in der Experience Economy

Es ist nach wie vor die begehrteste Marketing-Superpower: Kenne und verstehe die Bedürfnisse und Wünsche deiner Kunden. Marken müssen neue Wege finden, wie sie Verbraucher begeistern und einzigartige, langanhaltende emotionale Erlebnisse erschaffen. Kreatives Marketing und traditionelle Marketingforschung können für lange Zeit ausreichen, aber wenn der Wettbewerb stärker wird, ist ganz klar, wer den Marktanteil bekommt: Diejenigen, die über die fortschrittlichsten Tools verfügen, um tiefere, akkuratere und umsetzbare Einblicke in die Wünsche und Emotionen der Konsumenten zu erhalten. Und das Gesetz, welches Business überlebt, wird immer noch dasselbe sein: Pass dich an oder stirb.

Auch weiterhin revolutioniert die digitale Transformation, wie wir unser Leben leben. Künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen und das Internet of Things haben sich tief in nahezu jeden Aspekt dessen, was wir tun und wer wir sind, eingegraben. Die Fähigkeit, massive Datenmengen über jedes und jeden zu sammeln – zusammen mit den Tools, um komplexe Datenanalysen durchzuführen, die uns diese Informationen verstehen lassen – hat es Unternehmen möglich gemacht, in die Wirtschaftslandschaft einzugreifen, sie neu zu formen und zu verändern. Das Verstehen, welche Einstellungen, Gefühle, Bedürfnisse und Verhaltensweisen Kunden haben, hat Strategien zur Verbesserung der Kundenerlebnisse aufgezeigt und den Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil verschafft.

Da sich die Technologie über Sektoren, Branchen und Disziplinen hinweg exponentiell schnellentwickelt, können die Fortschritte in einem Bereich neue Einsichten und Herangehensweisen in scheinbar nicht verwandten Branchen bieten.

Neuromarketing: Weder so alt noch so neu, wie wir vielleicht glauben

In den letzten zehn Jahren haben Neurowissenschaften große Fortschritte beim Verständnis der menschlichen Gehirnfunktion gemacht. Mithilfe von Brain-Scan-Technologien wurde es Forschern ermöglicht, Gehirnaktivität in Echtzeit als Reaktion auf einen Stimulus genau zu bestimmen. Wenn man diese Ergebnisse damit vergleicht, was sie über Gehirnfunktion wissen, kann man genau erkennen, welche Art Antwort eine Werbemaßnahme im Gehirn des Teilnehmers hervorruft.

Marketer können ihre Marketingkampagnen testen und ihre Testmethoden wie zum Beispiel Fokusgruppen, Umfragen und andere mit den Informationen aus Gehirn-Scans in Relation setzen. Neurowissenschaften und Verhaltensökonomie haben sich zusammengetan, um Marketingstrategien mit größerer Akkuratesse und Effektivität zu bestätigen und zu informieren. Neuromarketing ist weder so alt noch so neu, wie wir vielleicht glauben. Ja, der Versuch, auf grundliegende menschliche Triebe und emotionale Entscheidungsfindungsprozesse abzuzielen, war schon immer das kleine Einmaleins im Marketing.

Außerdem wird Neuromarketing schon seit 2002/2004 diskutiert. Das Interesse am Neuromarketing ist jedoch parallel zu den Fortschritten der Neurowissenschaften und den Entwicklungen der Marketingtechnologie gewachsen. Während die Neurowissenschaften weitere Fortschritte machten, holten auch die Digital-Marketing-Tools auf und können nun Daten effektiv sammeln und verwalten sowie neue externe Informationen integrieren.

Digital-Marketing-Tools funktionieren auf zweierlei Wegen: Auf der einen Seite kannst du über eine Bandbreite an Kanälen deine Markenbotschaft an Zielgruppen senden, auf der anderen Seite kannst du Daten sammeln, die Konsumenten über E-Mail, Social Media und Apps angeben oder die über Drittanbieter bereitgestellt werden. So werden intelligente Marketing-Lösungen zu einem dynamischen System, das fortwährend überwacht und aktualisiert, Marketing- und Brandingbemühungen verbessert und eine einheitliche Sicht auf den Kunden in einem Echtzeitprofil aufbaut. Neuromarketing-Daten in dieses System zu integrieren ist jetzt eine Möglichkeit, die vor nur fünf Jahren so noch nicht existiert hat, und die das Marketing im Jahr 2025 kaum erwarten kann.

Emotionale Erfahrung beeinflusst den Customer Lifetime Value

Die Möglichkeit, mithilfe von Neuromarketing-Einsichten erinnerungswürdige Erfahrungen zu erschaffen, wird Marketing auf die nächste Stufe heben. Neue Dimensionen emotionaler Erfahrungen können auf jedes Engagement mit deiner Marke zugeschnitten werden. So werden die positiven Markenassoziationen, die zu einer lebenslangen Kundenbindung und einem erhöhten Customer Lifetime Value führen, verstärkt.

Strategien, um alle fünf Sinne einzubeziehen, emotionale Trigger auszulösen und die Signale im Erlebnisdesign sorgfältig zu verwalten, waren schon immer Teil des traditionellen Marketings. Die Tatsache, dass Neurowissenschaften das traditionelle Marketingwissen bestärken, sehen manche als Beweis dafür, dass Neuromarketing um nichts besser ist als die vorhandenen Marketingmethoden. Da das Neuromarketing jedoch noch reift und sich entwickelt, ist das mehr als ein Zeichen für Fortschritte zu sehen.

Richtlinien dafür, wie man die fünf Sinne und die intuitiven, instinktiven Reaktionen, die im menschlichen zentralen Nervensystem und den Gehirnfunktionen fest verankert sind, einbinden kann, sind eine zusätzliche Verheißung von Neuromarketing-Einsichten. Marketer können lernen, welche Hinweise in bestimmten Zusammenhängen genutzt oder vermieden werden sollten. Du weißt, welche Farben oder Schriftarten deine Marketingstrategien effektiver machen, um die Aufmerksamkeit der Verbraucher zu erregen, zu halten und dann aus Interessenten Käufer zu machen.

Unternehmen, die im Jahr 2025 Marketing betreiben und Neuromarketing-Erkenntnisse nutzen, werden in der Experience Economy einen großen Wettbewerbsvorteil haben – wenn sie noch genauer und bis ins kleinste Detail lernen, was ihre Kunden wollen, brauchen und erwarten. Durch dieses tiefe Verständnis ihrer Kunden, kombiniert mit der Macht digitaler Tools wie KI, maschinelles Lernen und Internet of Things, können Unternehmen die bestmöglichen Kundenerlebnisse liefern. Und zwar mit einer bisher noch nie dagewesenen Geschwindigkeit, Personalisierung und Individualisierung.