Warum furchtlose Marketer in der Gewinnsteigerung ganz vorne sitzen

Engagement Marketing

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Die Kundenlandschaft hat sich über die letzten Jahre so schnell und radikal verändert, dass Marketer keine andere Wahl haben, als sich furchtlos vorwärts zu bewegen, wenn sie nicht in der Bedeutungslosigkeit verschwinden wollen. Es ist noch nicht lange her, da waren Marketer nur verantwortlich für Seitenaufrufe, Anfragen, Antworten, Abchecken von Messeständen und weitere erste Berührungspunkte. Heute werden sie jedoch zunehmend für aussagekräftigere Kennzahlen verantwortlich gemacht, so wie Pipeline, Gewinn, Verlängerung, Up-sell, Cross-Sell, Kundeneinbindung und Fürsprache.

Der Grund dafür, dass es sich im Marketing nicht länger nur noch um den Aufbau von Bewusstsein dreht, ist folgender: Käufer reagieren mittlerweile allergisch darauf, wenn ihnen etwas verkauft wird. Für den heutigen internetgetriebenen Käufer bedeutet klassischer Verkauf Reibereien. Käufer vermeiden es zunehmend, in Ihrer Sales-Pipeline aufzutauchen, weil sie nicht ‚gemanaged’ werden wollen. Stattdessen verlangen Sie wertbasiertes Engagement – worauf der Vertrieb sich nur schleppend einstellt.

Das Ergebnis: das Marketing überrundet den Vertrieb und wird zum neuen Motor des Unternehmenswachstums. Aber, hey, kein Druck. Das bedeutet, das Marketing muss einen viel größeren Teil der Kundenreise unterstützen, für ein durchgehendes Nutzererlebnis sorgen und jeden Schritt für den Kunden wertvoll machen.

Und genau deshalb brauchen wir nun furchtlose Marketer – Marketer, die in der Lage sind, nicht nur die Marke aufzubauen, sondern auch den Gewinn zu steigern und den Wert nachzuweisen.

Vier Einsatzbereiche für furchtloses Marketing

Es gibt unzählige Möglichkeiten, wie ein furchtloser Marketer mutig und positiv Einfluss nehmen kann. Hier sind vier der wertvollsten Wege.

1. Gewinnträchtige Technogien

Heutige Technologie-Tools explodieren, und davon kann man sich leicht überwältigt fühlen. Allein im MarTech-Universum buhlen mehr als 5.000 Anbieter um Ihre Aufmerksamkeit. Weitere 700 Anbieter tummeln sich in der Salestech-Galaxie und bieten Tools an, die sich in ihrer Funktionalität oft mit MarTech-Lösungen überschneiden. Was viele Nutzer dieser Systeme im Laufe der Zeit lernen, wenn sie Ihren MarTech-Stack ausbauen: die Lösungen sind oft nicht miteinander verbunden und die Daten zusammenhanglos. Als Folge ist es fast unmöglich, ein vollständiges Bild des Käufers zu bekommen, vor allem dann, wenn Sie noch Daten aus Sozialen Medien, E-Mail und anderen Quellen unstrukturierter Information hinzufügen. Und je mehr Tools Sie haben, desto größer wird dieses Problem.

Furchtlose Marketer schrecken vor dieser Herausforderung nicht zurück, sondern nehmen Sie direkt an. Kaufen Sie keine Tools, die nicht miteinander verbunden sind – verbinden Sie Ihre gesamte Software. Investieren Sie in eine offene Plattform mit widerstandfähigen APIs. Arbeiten Sie mit Partnern, um eine umfassende Integration von Tools, Workflows und Daten, die mit der Gewinnmaximierung Ihres Unternehmens zusammenhängen, zu ermöglichen. Und stellen Sie sicher, dass Sie Ihre technische Ausrüstung im Griff haben, denn sie liefert Daten, die Ihnen Personalisierung und so vieles mehr, das in der heutigen digitalen Welt für effektives Marketing grundliegend ist, ermöglichen.

2. Künstliche Intelligenz (AI, Artificial Intelligence)

Wir haben alle schon das Argument gehört, AI sei komplex und teuer in der Anschaffung – außerdem wird es immer noch als Bedrohung von Arbeitsplätzen gesehen. Es ist richtig, dass es sich immer noch um eine große Unbekannte handelt, aber ihr Potenzial entfaltet sich schneller als das Universum. Welche bessere Möglichkeit gibt es für einen furchtlosen Marketer, um nachhaltige Spuren zu hinterlassen? AI nimmt die Last vielzähliger, datenintensiver Grundaufgaben von den Schultern der Marketing-Experten und setzt somit Kapazitäten frei, um sich mehr auf Strategie, Content und Engagement zu fokussieren. AI wird auch Personalisierungsleistungen ermöglichen, um effektiv jede Anzahl von Käufern und jede Datenmenge zu skalieren. Und AI kann uns – in Bezug auf das Tech-Stack – sagen, welches die Hochleistungs-Assets sind und sogar im Laufe der Zeit genug lernen, um einen halb-autonomen Status zu erlangen. Aus diesen Gründen sollten furchtlose Marketer sich bewegen und AI mutig mit offenen Armen empfangen – anfangs in kleinen Schritten, um Erfahrung zu sammeln, dann sollten sie aber zunehmend selbstbewusst ihre Unternehmungen an jede Größenvorgabe anpassen.

3. Lernen

Furchtlose Marketer sind nie mit dem Ist-Zustand zufrieden. Einfach nur mitzuhalten ist keine Option. Sie schauen um die nächste Ecke, um Trends, innovative Tools oder neue Gelegenheiten, die es auszuschöpfen gilt, zu entdecken. Marketer müssen sich heute mehr denn je ununterbrochen fragen: „Wohin gehe ich, um zu lernen? Wie kann ich meine Fähigkeiten und die meines Teams verbessern? Wie kann ich den nächsten neuen Kanal entdecken und Mitbewerbern den Wind aus den Segeln nehmen? Wie finde ich Individualisten für mein Team, die angesichts von rapidem Wandel ähnlich furchtlos sind? Wie kann ich die wertvollsten Dinge, die ich lerne, erfolgreich operationalisieren? Und was fange ich mit diesen ganzen neuen Sachen an?“

4. Vereinigung von Marketing und Sales

Käufer sind heute Internet-affin und haben ein soziales Bewusstsein. Als Startpunkt der Kundenreise hat das Marketing diese digitale Realität angenommen und sich entwickelt um dort zu sein, wo seine Käufer sind. Im Gegensatz dazu ist der Vertrieb immer noch überwiegend ein physisches Spiel aus Bauchgefühl und Beziehungen von Angesicht zu Angesicht. Aber Sie können nicht digital vermarkten und dann analog verkaufen. Kunden wollen auf dem digitalen Pfad weitergehen, denn dieser richtet sich generell nach ihren Bedingungen und verringert Reibereien. Dem Vertrieb beim Übergang von analog zu digital zu helfen, ist nun dem Marketing überlassen. Das bedeutet, Sie müssen dem Vertrieb dabei helfen zu verstehen, wie wertvoll es ist, dort zu sein, wo seine Käufer stehen – digital, sozial und mobil. Auch muss der Vertrieb dabei unterstützt werden, neue Wege zu finden, um die Aufmerksamkeit der Menschen zu bekommen und ihre Fantasie anzuregen.

Der Vertrieb braucht Content, der auf jedem Schritt der bildet und einbezieht – im Gegensatz zu Vorlagen, die auf altmodisches Verkaufen durch Kaltakquise abzielen. Ebenfalls muss der Vertrieb lernen, wie man in den Sozialen Medien teilbaren Content einsetzt und wie man Content in der digitalen Welt personalisiert. „Das ist doch kein Vertrieb, das ist Marketing!“ rufen Sie jetzt vielleicht aus – und ja, die Grenzen zwischen Marketing und Vertrieb verschwimmen und die Aufgaben vermischen sich.

Obwohl in den meisten Unternehmen Vertrieb und Marketing immer noch überwiegend voneinander abgeschnittene Abteilungen sind, gibt es gute Neuigkeiten: Das wird sich ändern, da furchtlose Marketer notwendigerweise mehr als eine bloße Anpassung von Vertrieb und Marketing verfechten und sich für eine Vereinigung einsetzen. Ihre Kunden mögen das Gefühl nicht, vom Marketing zum Sales weitergereicht zu werden und von da aus zum Kundenservice und Support. Und das Marketing kann es sich nicht leisten, tatenlos zuzusehen, wie der Vertrieb für den modernen Käufer unsichtbar und irrelevant wird. Die digitale Transformation Ihres Verkaufens wird verlangt. Eine Vereinigung ist notwendig. Also, führen Sie genau das an.