Modern Marketing

Wie Kundenansprache in Zeiten des verschärften Datenschutzes (DSGVO) aussehen muss

By: Marketing Consultant sugarandspice communications

Nun ist es soweit, zwei Jahre Vorbereitung sind zu Ende: Die DSGVO tritt am Freitag, den 25. diesen Monat in Kraft. Wir wollen an dieser Stelle mit keinem Last-Minute-Leitfaden mehr um uns werfen, stattdessen wollen wir einen Schritt weitergehen: Ab jetzt heißt es, die Strategien für Marketing und Akquise entsprechend rechtskonform zu gestalten. Vorbei scheinen Zeiten großvolumiger E-Mail-Versandaktionen. Ebenso wird das Thema Programmatic Advertising komplexer werden. Wie sieht daher die einstmals schöne bunte Digital-Marketing-Welt im Post-DSGVO-Zeitalter aus? Wir haben uns einige neue Strategien und Tools angesehen, die weiterhelfen.

Im Post-DSGVO-Zeitalter zählt die authentische Kundennähe

In der Branche wurde und wird hier und dort Katzenjammer über die neue Regulierung geäußert; gerade in kleineren Unternehmen stellt sich ein Gefühl von Überlastung ein, welches nicht völlig unbegründet ist. Dennoch ist die DSGVO als Chance zu sehen: Zum einen ist es notwendig, den aktuellen Datensatz im CRM zu bereinigen. Diesen Prozess schieben wir doch schon viel zu lange vor uns her, oder? Zum anderen zwingt uns die DSGVO über neue Formen der Kundenbindung nachzudenken. Allein, dass wir Marketer nun dazu gezwungen sind, mit den Kunden transparent über Datenschutz zu reden und immer wieder ihre Einwilligung einzuholen, bietet die Möglichkeit, die Bindung zu verbessern.
Vergleichen Sie das mit einem beliebigen Thema in einer Beziehung: Mögliche Konflikte offen zu kommunizieren, Grenzen zu setzen, sich zu respektieren schafft über den einzelnen Punkt hinweg Bindung und gegenseitiges Verständnis. Auch der Umgang zwischen Marke und Kunde sollte auf Nähe, Respekt und Authentizität basieren. Warum fragen Sie nicht am Stichtag der DSGVO alle Ihre Kontakte, ob sie mit weiteren Aussendungen einverstanden sind? Dies bringt Ihr authentisches bemühen zum Ausdruck, Datenschutz und damit die Persönlichkeit des einzelnen Kunden ernst zu nehmen.

Neue Software hilft dabei, die Ziele effizient zu erreichen

Auf einer Reise nach New York hat sich unser Managing Partner Manuel Hüttl in der dortigen Start-up-Szene umgesehen. Sein Fazit: „Der amerikanische Markt hat sich noch nicht intensiv mit der DSGVO befasst, auch wenn nach dem Facebook-Skandal in den vergangenen Wochen eine gewisse Sensibilisierung stattgefunden hat. Dass die neue Regelung kommen wird und welche Konsequenzen dies nach sich zieht, wissen alle – aber welche Konsequenzen dies nach sich zieht – darüber haben sich scheinbar erst wenige Unternehmen Gedanken gemacht. Faszinierend ist vor allem, dass die MarTech-Szene in den USA viele Tools anbietet, die wir im Kontext der DSGVO für eine bessere Ansprache der Kunden nutzen können.“

 

Picture of Manuel Hüttl

Manuel Hüttl von sugarandspice hat sich in New York aus erster Hand über die aktuellen Marketingtechnologie-Trends informiert

 

Folgende Beispiele lassen sich hier ins Feld führen:

  • Das Distributed Content Management System von RebelMouse, welches durch eine einzigartige Suchfunktion themenfokussierte Gespräche auf sozialen Plattformen ermöglicht – und damit organisches Wachstum. RebelMouse hilft Unternmehmen und Publishern, genau mit den Zielgruppen in Kontakt zu treten, die sich für ihre Inhalte auch wirklich interessieren. Dies macht das Einholen von Opt-Ins zur Ansprache wesentlich einfacher, was die Umsetzung der DSGVO unterstützt. Der Clou: das Thema Client Engagement läuft wie im richtigen Leben: erst ein Geben und dann ein Nehmen.
  • Die Business-Analyse-Plattform PROOF ermöglicht Sales und Marketing eine engere Zusammenarbeit, indem sie die jeweiligen Daten korreliert und in einem Self-Service-Dashboard wichtige Erkenntnisse über den Erfolg von einzelnen Maßnahmen bereitstellt. Damit lässt sich die Customer Journey laufend optimieren und auf die Zielgruppe zuschneiden, die auch tatsächlich Interesse am Kauf des Produkts hat – und damit auf Opt-in-Anfragen tendenziell positiver reagiert.
  • Über die neue Content-Distributionsform Wrap habe ich hier bereits berichtet. Das Tool ermöglicht eine engere Kundenansprache dank seiner universellen Abrufbarkeit über eine URL. Das bedeutet: Kunden haben eine größere Auswahlmöglichkeit, über welche Kanäle sie neue Infos erhalten möchten. Wer seine Email-Adresse zum Beispiel nicht herausgeben möchte, kann sich die Informationen auch über ein beliebiges Messenger-Programm abrufen oder über eine Webseite.

Schließlich hat sich der diesjährige Marketing Nation Summit unserer Freunde von Marketo mit den unterschiedlichsten Themen beschäftigt, die mit zeitgemäßer Kundenansprache zu tun haben. Die Vorträge und Session können in Kürze hier abgerufen werden.