Email Marketing

Sie haben Post: 5 Dinge, die Ihren Betreffzeilen fehlen

By:

Ach, diese Betreffzeilen … immer dann, wenn Sie denken, Sie hätten etwas wirklich Grandioses geschrieben, stellen Sie fest, dass Ihre Öffnungsraten nicht wirklich beeindruckend sind. Wie kann es bloß so schwierig sein, 5-7 Wörter zu schreiben? An der Uni haben Sie doch ganze Hausarbeiten geschrieben. Sie könnten beliebige Sätze im Schlaf formulieren. Eigentlich reden Sie sogar im Schlaf.

Unzweifelhaft sind die Betreffzeilen die Eintrittskarte für Ihre  E-Mail-Kampagnen. Wenn diese Eintrittskarte nicht verlockend aussieht, wird niemand Ihre E-Mails öffnen – geschweige denn, Ihre Produkte kaufen. Convince and Convert berichten sogar, dass 33 % der Empfänger ihre E-Mail nur aufgrund der Betreffzeile öffnen. Und um die Latte noch höher zu hängen: Jeden Tag werden Ihre Leser aufs Neue von E-Mails überschwemmt, die um ihre Aufmerksamkeit kämpfen – wie also schreiben Sie Betreffzeilen, die dieses Hintergrundgejaule übertönen?

Überschriften sind überall: Auf Plakaten, in Liedern und Werbefilmchen, Zeitschriften, Zeitungsartikeln und sogar in täglichen Unterhaltungen. Wenn Sie nun Ihre eigenen Überschriften kreieren wollen müssen Sie nur wissen, wie eine gute Überschrift aufgebaut wird. Und schon werden Sie von der Muse geküsst wie verrückt.

Ich habe die letzten drei Jahre in der Demand Generation ein großes Ziel im Hinterkopf gehabt: Herausfinden, wie man die perfekte Betreffzeile schreibt. Nach Hunderten, wenn nicht gar Tausenden von getesteten Betreffzeilen kann ich Ihnen jetzt die Essenz bieten. Hier sind fünf Tipps, wie Sie Ihre Betreffzeilen verbessern und Ihre Öffnungsraten steigern

1. Stellen Sie Wichtiges nach vorne

Haben Sie auch diesen Freund, der einfach keine Geschichten erzählen kann? Bei dem Sie sich nach 15 Minuten fragen: „Meine Güte, worauf will er eigentlich hinaus? Wird es irgendwann mal interessant?“ Und wenn es dann endlich mal spannend wird, haben Sie sich geistig schon längst ausgeklinkt. Tja, genau so ist es mit manchen Betreffzeilen – achten Sie nur darauf, dass es nicht Ihre sind.

Die Leute wollen wissen, warum Ihre E-Mail wichtiger ist als die tausend anderen im Posteingang. Also packen Sie all die wichtigen, elektrisierenden Worte an den Anfang Ihrer Betreffzeile und verführen Sie zum öffnenden Klick. Mit anderen Worten: Kommen Sie zum Punkt! Nach meinen Erfahrungen erhöht eine Verschiebung der wichtigen Keywords an den Satzanfang die Öffnungsraten um 10-20 %.

Schauen wir uns mal an, wie der Kreditkarten-Anbieter Chase in einer der aktuellen E-Mails seine Saphir-Kunden anspricht: „10.000 Bonuspunkte für Sie“ sticht sofort ins Auge. Natürlich will man sofort wissen, wie man an diese 10.000 Extrapunkte kommt und öffnet wahrscheinlich die E-Mail. Anstatt die Abonnenten aufzufordern, zuerst etwas zu tun (in diesem Fall: Freunde einladen, die einen Kreditkartenvertrag abschließen), steht der potenzielle Nutzen direkt am Anfang.

Chase Sapphire Preferred® 10.000 Bonuspunkte für Sie – laden Sie einen Freund ein. Erhalten Sie 10.000 Bonuspunkte für jeden Freund, der eine Chase-Saphir-Kreditkarte beantragt und benutzt.

2. Stellen Sie eine Frage

Ich habe schon oft gehört, dass der beliebteste Mensch auf einer Party derjenige ist, der nichts weiter tut als dass er Leuten Fragen stellt, sich offensichtlich für ihr Leben brennend interessiert und dabei kaum etwas über sich selbst erzählt. Warum ist das so? Weil jeder am liebsten über sich selbst und seine Interessen redet. Stellen Sie Ihren Abonnenten Fragen – so stacheln Sie deren Neugierde an und bringen sie dazu, Ihren Mails positiv zu begegnen und mehr davon zu öffnen. Stellen Sie sich zum Beispiel vor, Sie möchten ein neues eBook versenden mit dem Titel: „Der Heilige Gral für höheren Gewinn“. Anstatt in Ihrer Betreffzeile nun stumpf den Titel zu wiederholen, könnten Sie  schreiben: „Suchen Sie nach dem Heiligen Gral für höheren Gewinn? Wir haben ihn!“

Cassy Ho, Fitnesstrainerin, formuliert Ihre Betreffzeile in einer E-Mail als Frage, um ihre Abonnenten einzubinden. Während Sie den ersten Teil lesen, beantworten Sie die Frage höchstwahrscheinlich in Ihrem Kopf. Und als Reaktion auf Ihre Antwort reagiert Cassy mit dem Call-to-Action, das Video anzuschauen. Dieses Erlebnis ist für den Leser viel interessanter als einfach nur zu lesen: „Schauen Sie sich dieses Video an, wenn Sie Motivation fürs Workout brauchen“.

Cassey Ho   Brauchen Sie Motivation fürs Workout? Schauen Sie sich das an: 5 Arten, sich zu motivieren!

3. Verwenden Sie Zahlen

Menschen lieben Zahlen und Aufzählungen. Sie sind einfach zu lesen, unterteilen komplexe Konzepte in kleine Häppchen, so dass wir sie verstehen und sagen uns genau, was uns erwartet (zum Beispiel 5 Dinge, die Ihren Betreffzeilen fehlen). Mittlerweile gibt es schon mehrere Artikel darüber, die Tiefenanalysen zu diesem Thema betreiben (wie z.B. dieser englischsprachige Artikel der New Yorker „A list of reasons why our brains love lists“ )

Mit Zahlen können wir auch eine gewisse Dringlichkeit schaffen oder einen Rabatt hervorheben. So nutzt Godiva beispielsweise Zahlen, um beides zu erreichen, wie Sie in dieser Betreffzeile sehen können.

Godiva Belohnungen  Noch 2 Tage: Bis zu 40 % reduziert im Flash SALE – Flash SALE: Sparen Sie bis zu 40 % + kostenloser Versand. Weitere Details in der E-Mail.

4. Werden Sie persönlich

Normalerweise gibt es in jedem Büro eine Person, die sich anscheinend überhaupt keine Namen merken kann. Mark ist Maik, Susanne heißt plötzlich Sabine und Roland wird zu Robert. Vielleicht versuchen diese Leute, die direkte Anrede zu vermeiden, indem sie Spitznamen oder Anreden wie Kollege, Kumpel oder Meister verwenden. Ganz klar, dass das niemand mag – und vor allem nicht die Abonnenten Ihrer E-Mails. Sprechen Sie die Empfänger mit ihren Namen an oder verwenden Sie Pronomen wie „Sie“ und „Ihre“ (oder „du“ und „deine“), um den Betreffzeilen einen persönlichen Touch zu geben. Laut Experian haben E-Mails mit personalisierter Betreffzeile eine bis zu 26 % höhere Öffnungswahrscheinlichkeit (abhängig von der Branche), doch verzichten 70 % der Marken auf eine Personalisierung der E-Mails an ihre Abonnenten. Hier bietet sich eine enorme Möglichkeit, Ihre Marke aus den anderen hervorzuheben!

SiriusXM hat mir neulich diese E-Mail zu meiner kostenlosen Probezeit gesendet. Allein deshalb, weil sie meinen Namen in die Betreffzeile eingefügt haben, hatte ich das Gefühl, als Person und nicht als potenzieller Käufer gesehen zu werden. Es kam mir vor, als ob Sirius wirklich daran interessiert wäre, für mich persönlich die beste Nutzungsmöglichkeit zu ermitteln.

SiriusXM             Michael, deine SiriusXM-Probezeit wurde gerade noch fantastischer

5. Nutzen Sie Reime, Alliterationen und Wortspiele

Das hört sich jetzt vielleicht merkwürdig an, aber ich habe immer festgestellt, dass Betreffzeilen mit Reimen, Alliterationen oder Wortspielen besonders gut ankommen. Haben Sie schon mal ein Wort oder einen Namen immer und immer wieder gelesen, bis es sich richtig schräg anhört oder jedes Mal witziger klingt? Mein Wort hierfür ist „hullabaloo“, was einen gigantischen Lärm oder aufgeregtes Durcheinander bezeichnet. Oder haben Sie jemals eine Betreffzeile gesehen, die so clever war, dass Sie sie einfach öffnen mussten?

Wenn Sie es schaffen, eine Betreffzeile zu schreiben, die nur so von der Zunge rollt, dann werden Sie eine höhere Öffnungsrate erreichen. Es ist wie Musik in den Ohren. Natürlich ist es nicht einfach, auf solche Betreffzeilen zu kommen, aber wenn es Ihnen gelingt, funktionieren sie außergewöhnlich gut. Tatsächlich konnte ich eine überdurchschnittliche Performance für solche Betreffzeilen sehen, mit denen ich 30-40 % mehr Klicks erreichen konnte als der Durchschnitt. Meine Favoriten der letzten Jahre? „Social Music Marketing: Bands, Brands and Fans“ oder „An Unusual Arsenal: Tech Tools to Topple a Tyrant.“ (Etwa: Wundersame Waffen: Technik-Tools vertreiben Tyrannen).

Das war’s. 5 Tipps, wie Sie Ihre Betreffzeilen verbessern und Ihre Leser zum Öffnen Ihrer E-Mails bringen. Ich hoffe, dass diese Tipps Sie dazu inspirieren, von jetzt an Betreffzeilen zu schreiben, wie sie nie zuvor jemand gesehen hat. Denken Sie daran: Überschriften sind überall. Sie müssen nur Augen und Ohren offen halten.

Welche weiteren oder anderen Tipps haben Sie, um die Wirkung der E-Mail-Betreffzeilen zu verbessern? Teilen Sie sie im Kommentarfeld mit uns.