Digital-Marketing

Ist das digitale Marketing mit der DSGVO jetzt am Ende?

By: Marketing Consultant sugarandspice communications

Wie ihr euch in 3 Schritten auf die DSGVO vorbereitet

Die Spannung steigt! Am 25. Mai 2018 ist es soweit: Die 2016 verabschiedete EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) tritt nach der zweijährigen Überbrückungsphase in Kraft. Noch weiß keiner ganz genau, wie sich die Richtlinien langfristig auf das Geschäftsmodell auswirken. Insbesondere in der Disziplin digitales Marketing sind Teams und Agenturen nun ratlos und schlagen entsetzt die Hände über dem Kopf zusammen…

Denn, seien wir mal ehrlich: In den letzten Jahren ging es uns vor allem darum, so viel wie möglich über (potenzielle) Kunden in Erfahrung zu bringen – ihre Daten nicht nur zu sammeln, sondern auch maximal zu korrelieren. Um dann (mehr oder weniger) zielgerichtete Werbebotschaften abzufeuern. Datenschutz fand allenfalls im Kleingedruckten der AGBs statt. Die DSGVO macht mit dem laxen Umgang mit Daten jetzt aber endgültig Schluss!

Wie geht’s also weiter? Muss das Marketing jetzt alle seine Datenbanken einstampfen? Ist die DSGVO ein Targeting-Killer? Keine Sorge: Ganz so schlimm wird es zum Glück nicht…

In diesen 3 einfachen Schritten bereitet ihr euch auf die DSGVO vor:

  1. Wichtig ist zunächst, ein umfassendes Daten-Audit vorzunehmen: Wo liegen überall Kundendaten? In welchem Umfang? Wer hat Zugriff auf sie? Wie alt sind die Daten? Sind die Daten überhaupt noch notwendig? Zum Beispiel: Habe ich Emailadressen der Kunden nur im CRM liegen, oder auch gedoppelt in der Datenbank meiner Mailing-Software? Wer diese Fragen beantworten kann, hat schon einmal den wichtigsten Schritt gemacht. Denn die DSGVO bezieht sich auf alle personenbezogenen Daten, die in einem Unternehmen lagern.
  1. Im zweiten Schritt geht es darum, die Prozesse für Marketing und Leadgenerierung neu zu gestalten, so dass sie konform mit den Bestimmungen DSGVO gehen. Zum Beispiel schreibt die DSGVO vor, Daten nur sparsam zu erheben und nach einer festgelegten Periode zu löschen. Das heißt, ein Formular zur Leadgenerierung sollte nur die wirklich notwendigen Daten abfragen; gab es mit einem Kunden länger als ein halbes Jahr keinen Kontakt mehr, sollten die Daten gelöscht werden.
  1. Den passenden Software-Partner auswählen. In der Regel finden Themen wie CRM, Mailversand und Marketing Automation heute in der Cloud statt. Beispielsweise arbeiten wir bei sugarandspice erfolgreich mit den Lösungen von marketo. Bei der Auswahl eines Anbieters sollte in Zukunft nicht nur ins Gewicht fallen, welchen Funktionsumfang die Lösung bietet; sondern auch, welche Antwort dieser auf die Datenschutzthematik geben kann. Schließlich sind die Software und Cloud-Lösungen ein gewichtiger Faktor der unter Punkt 2 genannten Prozesse.

Es bleibt zu sagen: Anstatt die DSGVO als Hindernis zu sehen, sollten wir die Möglichkeiten nutzen, die sie bietet! Der schlanke Umgang an Daten zwingt uns dazu, nur die wirklich relevanten zu speichern. Damit können unsere Marketingpraktiken unsere Versprechen erfüllen: Nämlich, dass wir den Kunden WIRKLICH zuhören und ihnen Erlebnisse bieten, die auf ihren persönlichen Präferenzen und Verhaltensweisen basieren. Denn um die Herzen ihrer Kunden zu erobern, müssen Marken authentische und personalisierte Erfahrungen bieten. Und in diesem Punkt wird sich auch in Zukunft nicht viel ändern.