Marketing Automation

Ich komme wieder! Gedanken über Marketing-Automation im Sinne des Terminators

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Achtung – Terminator: Genisys Spoilergefahr!

Im aktuellen Terminator-Film (Terminator: Genisys) zeigt sich, dass Arnold Schwarzenegger der gute Typ ist. Naja, die gute Maschine. Er wurde umprogrammiert, um Sarah Connor vor anderen Maschinen zu schützen, die aus der Zukunft kommen, um zu verhindern, dass sie einen Sohn bekommt, der die Maschinen hindern wird, überhaupt zu existieren.

Verwirrt? Ja, ich auch. So ist das mit Technologie; man kann sie schwer durchschauen, sogar ohne das Paradoxon der Zeitreise.

Einige Marketer tun sich schwer damit. Moderne Technologien ergänzen ihre Arbeit um eine völlig neue Dimension, getrieben von Datensätzen und Maschinen. Aber insbesondere Marketing-Automation ist kein Teufelswerk wie Skynet. Tatsächlich ist es, genau wie der neue Arnie, dafür da, unser Leben einfacher zu machen. Und genau auf diese Weise müssen alle Marketer die Verschmelzung von Marketing und Technologie betrachten.

Der jüngste und von Marketo in Auftrag gegebene eConsultancy-Report „Der Status des Digital Marketing in Australien und Neuseeland“ zeigt, wie gründlich Marketer den Bedarf an Technologie verstehen. 68 % der Rückantworten aus den Unternehmen bestätigten, dass Technologie dabei hilft, das Potenzial digitaler Kanäle zu maximieren. Aus diesem Grund, so antworten 62 %, hätten sie ihre Investitionen in Marketing-Technologie in diesem Jahr erhöht, wobei CRM-Software und Marketing-Automation die Liste der Must-haves für die nächsten Jahre anführen. (Ähnliche Statistiken und umfangreiche Einblicke in die Entwicklung von Marketingexperten in Westeuropa finden Sie in dieser Marketo-Studie mit der Economist Intelligence Unit).

Es liegt an Ihnen, die Zukunft zu ändern

Zurück zum Terminator: Genisys, die Maschinen aus der Zukunft erkennen, dass die Rebellen in die Vergangenheit gereist sind, um die Erschaffung der Maschinen zu verhindern. Daraufhin wird das Beste vom Besten losgeschickt: eine T-800-Tötungsmaschine, die die Rebellen eliminieren soll, bevor sie die Chance haben, ihren Plan auszuführen. Der Film ist gespickt mit unterschiedlichen Zukunfts-Szenarien, die alle vom Verhalten zu einem bestimmten Zeitpunkt beeinflusst werden.

Während Marketing-Automations-Systeme Ihnen nicht ermöglichen, die Vergangenheit zu ändern, sind sie hervorragend dafür geeignet, verschiedene Ergebnisse, die noch in der Zukunft liegen, zu beeinflussen. Wenn ein potenzieller Kunde in Aktion tritt, wie zum Beispiel durch den Besuch Ihrer Webseite, kann eine Marketing-Plattform sicherstellen, dass Sie ab diesem Moment zu diesem Kunden eine andere Beziehung aufbauen und sich mit ihm auf eine andere Art in Verbindung setzen. Das hilft Ihnen, dem Kunden das zu schicken, was für ihn interessant und verlockend ist – ob das nun E-Mails mit Links zu Inhalten mit Denkanstößen sind, ob Sie Kunden durch relevante Anzeigen auf anderen Seiten anziehen oder ob Sie angezeigt bekommen, dass es vielleicht an der Zeit ist, anzurufen und ein Geschäftsessen anzubieten.

Dieses Prinzip klingt geradlinig (und wesentlich weniger verwirrend als der Film), aber es wird komplex – auf eine gute Art – sobald Sie es auf ein großes Kundenspektrum anwenden. Auf Kunden, die sich alle unterschiedlich verhalten und zu unterschiedlichen Zeiten auf unterschiedlichen Kanälen unterwegs sind. Es ist eine notwendige Komplexität, die Ihr Leben als Marketer einfacher macht. Marketing-Automations-Systeme sind die Maschinen, die das Potenzial steuern, indem sie unterschiedliche Zukunftsmodelle für jede Person bieten – basierend auf deren Verhalten am heutigen Tag.

Menschliches Eingreifen

Trotzdem müssen immer noch Menschen in diese Systeme eingreifen, um den Prozess zu bestimmen. Und sei es, weil wir wissen, was geschieht, wenn man Maschinen für sich selbst denken lässt (da-da-dammm).

Diese Tatsache schuf den Bedarf nach einer anderen Art von Marketer: Jemand mit einer sehr logischen Denkweise, der in der Lage ist, Prozesse zu verstehen. Jemand mit tiefgehenden analytischen Fähigkeiten, der Daten so interpretieren kann, dass er versteht, welche Aktivitäten den besten Gewinn bringen. Jemand, der darüber hinaus die klassischen Marketer-Fähigkeiten mitbringt, darin enthalten eine starke kreative Ausstrahlung und ein grundsätzliches Verständnis von Datenaustausch.

Das ist natürlich von einer Person recht viel verlangt. Im Terminator schaffen es die Maschinen, mit den Menschen zu verschmelzen, damit sie mehr wie wir denken können. Wir stehen vor derselben Herausforderung: Marketer müssen verstehen, wie Maschinen denken, damit sie ganz sicher angemessen auf die Customer Journey reagieren können – und zwar auf einem persönlichen und individuellen Level.

Na gut, im Film verhindert das Ergebnis, dass die Menschheit endgültig ausgelöscht wird, während Marketing-Automations-Systeme mehr auf die Gewinnmaximierung der Marketing-Investition zielen. Aber das Prinzip ist dasselbe: In beiden Fällen geht es um die Tatsache, dass unsere Handlungen heute die Entwicklung der Zukunft beeinflussen können.

Im eConsultancy-Bericht sagten 37 % der Antwortenden, dass der Level an digitalem Wissen in Ihrem Unternehmen gut sei. Um sich dem Wandel der Zeit anzupassen, wird dieser Prozentsatz vorhersehbarerweise steigen. Denn mehr und mehr Marketer machen sich bereit für eine „Schöne neue Welt“, in der Maschinen ihnen durchgehend helfen zu bestimmen, auf welche Art sie mit ihren Kunden in Kontakt treten. Die überwältigende Mehrheit (96 %) der befragten Senior Marketing Leader hat der Aussage zugestimmt, dass ein gutes Verständnis von Technologie entscheidend für die Zukunft des Marketing ist – ein sehr hilfreicher Fakt. Da nun immer mehr Firmen Erfahrungen sammeln und die Vorteile voll und ganz verstehen, wird Marketing-Automation zur überwältigenden Norm.

Marketer verstehen, dass Veränderung nötig ist. Diejenigen, die sich die Zeit nehmen, Ihre Kenntnisse auszubauen und moderne Technologie mit ins Boot zu nehmen, werden – genau wie Arnie – niemals überflüssig werden.

Womit kann man Marketing-Automation noch vergleichen? Ich freue mich auf Ihre kreativen Vorschläge im Kommentarbereich.