Digital-Marketing

So geht Digital: Legen Sie die Basis für eine solide Online-Marketing-Strategie

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Welche Art Online-Marketing betreiben Sie und welche Methode funktioniert? Als Leiter des Online-Marketing bei Marketo werde ich das andauernd gefragt.

Das Problem hierbei ist, dass diese scheinbar klaren Fragen komplexe und fein abgestimmte Antworten erfordern. Hauptsächlich aus dem Grund, weil ich genau weiß: Diese Person, die mich gerade fragt, will meine Antworten ausprobieren und auf ihre eigenen digitalen Bemühungen übertragen.

Lassen Sie mich daher von Anfang an sagen, dass was für ein Unternehmen oder Publikum funktioniert, für ein anderes völlig in die Hose gehen kann. Ganz abgesehen davon, dass etwas, was heute klappt, morgen vielleicht nicht mehr erfolgreich ist. Es gibt jedoch einige grundlegenden Elemente, die Sie implementieren können. Mit ihnen können Sie festlegen, was für Ihr Unternehmen am besten funktioniert und so den Weg für zukünftigen Erfolg frei machen.

Daher zeige ich Ihnen nun drei Bereiche des Online-Marketing, in denen Sie eine solide Grundlage für Erfolg legen und gleichzeitig fast unendliches Potenzial für Optimierungsmöglichkeiten ausschöpfen können. So geht Digital!

1. Ihre Website

Ihre Website ist das wichtigste Element Ihrer Online-Strategie. Sie ist Ihre weltweite Zentrale in der digitalen Welt und – für viele zukünftige Kunden – der erste Anlaufpunkt ihrer Reise auf dem Weg zum Käufer.

Ganz egal, wie Ihre digitale Strategie ist; achten Sie auf jeden Fall darauf, dass Ihre Website einige grundsätzliche Standards erfüllt:

  • Erklären Sie sofort, was Ihr Unternehmen tut. Setzen Sie nicht stillschweigend voraus, dass Ihre Besucher sich mit Ihrem Unternehmen auskennen. Es wird qualifizierte Besucher geben, die auf Ihrer Seite gelandet sind und keine Ahnung haben, was Sie anbieten.
  • Ein Wort: Suchmaschinenoptimierung. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Website so programmiert und eingerichtet ist, dass Suchmaschinen auf den Content zugreifen können, ihn verstehen und entsprechend ranken können. Sogar dann, wenn Sie nicht daran interessiert sind, Ihren Rankingplatz kontinuierlich zu verbessern, sollten Sie wenigstens die absoluten Basics erfüllen, damit Ihre Seite zumindest dann auftaucht, wenn direkt nach Ihrem Markennamen gesucht wird.
  • Optimierung für mobile Endgeräte. Die digitale Welt wird zunehmend eine mobile Welt – eine Website zu haben, die nicht auf mobile Endgeräte ausgerichtet ist, ist mittlerweile ein Ding der Unmöglichkeit. Seitdem Google seine Algorithmen hinsichtlich mobiler Versionen und Desktop-Versionen geändert hat, ist es unerlässlich, eine Website zu bieten, die auf mobilen Endgeräten ansprechend und nutzerfreundlich ist.

Sobald Sie diese Grundlagen Ihrer Website im Griff haben, ist es ein guter Ausgangspunkt um in Werbung zu investieren, die Traffic bringt. Daraus ergibt sich die Frage, in welche Kanäle Sie investieren sollten.

2. Bezahlte Suche

Zahlen oder nicht zahlen: das ist eine schwierige Frage für Unternehmen mit einem knappen Marketing-Budget – besonders dann, wenn sie im Wettbewerb zu größeren und alteingesessenen Firmen mit umfangreichen Budgets stehen. Andererseits habe ich es auch schon erlebt, dass Marketing-Teams ein mehr als großzügig bemessenes Budget in traditionelle Kanäle wie Print investieren, die sie aufgrund vergangener Performance oder generellem Misstrauen gegenüber dem Unbekannten der bezahlten Suche vorziehen. In beiden Fällen gilt jedoch: Die bezahlte Suche ist ein Kanal, in den investiert und der gründlich getestet werden sollte.

Hier sind einige Möglichkeiten, wie Sie klein anfangen und auf zunehmende Investitionen hin testen können:

  • Bieten Sie auf den Markennamen Ihres Mitbewerbers. Sie werden mehr zahlen als er, aber Sie werden auch die Aufmerksamkeit eines Publikums erhalten, die sich mit Ihren Mitbewerbern auskennen, von Ihnen aber noch nichts gehört haben. Diese Taktik funktioniert erstaunlich gut, und zwar für Unternehmen jeder Größe.
  • Bieten Sie auf weit gestreute Keyword-Treffer. Wenn Sie auf eine große Bandbreite an Übereinstimmungen zu Ihren Kern-Keywords setzen, erhalten Sie nicht nur Informationen darüber, welche Sprache und welche Suchworte oder -terme Ihre potenziellen Kunden nutzen (und welche nicht), sondern Sie können auch Ihre besten Keywords nach vorn holen und sich gezielt auf die Optimierung konzentrieren.
  • Investieren Sie ins Remarketing. Eine preisgünstige Möglichkeit, um bezahlte Suche bestmöglich einzusetzen, besteht darin, Werbeanzeigen nur denjenigen Menschen zu zeigen, die Ihre Website bereits besucht haben. Heutzutage können Sie Ihrem Remarketing-Zielpublikum sowohl Display- als auch suchgebundene Anzeigen bieten. Diese Menschen haben bereits Interesse an Ihrer Marke gezeigt – warum also nicht versuchen, sie zurückzugewinnen

 Bezahlte Suche muss nicht Ihr Budget sprengen, doch wenn Sie es nicht wenigstens mal ausprobieren, glänzen Sie auf einem Kanal mit Abwesenheit, in welchem die Leute aktiv Produkte oder Dienstleistungen recherchieren, die Sie anbieten. Und wo wir gerade von Recherche reden – Social Media ist eine weitere Quelle, die reich an Informationen ist und die Ihre Käufer in die Recherche einbeziehen

3. Social Media

Während Social Media überwiegend für die organische Suche bekannt ist, wächst dieser Kanal rapide im Bereich der digitalen Werbung. Immer mehr Ihrer potenziellen Kunden suchen in den Sozialen Medien nach Informationen, Empfehlungen und Rezensionen und lassen sich von den Ergebnissen in ihrer Kaufentscheidung beeinflussen. Durch die enorme Menge an verfügbaren Zielgruppendaten, sind gezielte Anzeigen in den Social Media unglaublich effektiv und, jedenfalls im Moment, relativ preisgünstig.

Bevor Sie sich nun allerdings kopfüber ins Social-Media-Marketing stürzen, sollten Sie ein paar Dinge bedenken:

  • Existieren bereits Social-Media-Profile für Ihre Marke?
  • Ja: Dann sorgen Sie dafür, dass sie aktiv posten, zuhören und auf Fragen und Kommentare antworten. In den Sozialen Medien dreht sich alles um Unterhaltungen und Gespräche zwischen beiden Parteien.
  • Nein: Eignen Sie sich ein umfangreiches Wissen über die Sozialen Kanäle, in denen Ihre Zielgruppe aktiv ist, an und stellen Sie Ressourcen frei, die sich verlässlich und zeitnah darum kümmern, Posts zu überwachen und zu beantworten. Sie wollen ja schließlich niemanden zu einer Unterhaltung einladen und dann verschwinden.
  • Sobald Sie ein Profil haben, investieren Sie in Werbeanzeigen. Organische (unbezahlte) Reichweite ist ziemlich gering innerhalb der Social Media. Das liegt an Veränderungen in den Algorithmen, die Lesern eine besseres Erlebnis bieten sollen – und zwar eines mit weniger werblichen Inhalten. Der effektivste Weg, Ihre Zielgruppe zu erreichen, ist durch bezahlte Werbung. Die Sozialen Netzwerke arbeiten kontinuierlich daran, die Zielgruppenausrichtung und Positionierung ihrer Anzeigen zu verbessern und machen sie so zu einem sehr effektiven Kanal für digitales Marketing. Wenn Sie hier noch nicht investieren, werden Sie es in absehbarer Zukunft tun.

Während manche Unternehmen digitales Marketing bis zum Limit ausreizen, gibt es viele, die gerade erst zögerlich auf der Spielfläche erscheinen. Egal, wo auf der Entwicklungskurve Ihr Unternehmen sich derzeit befindet, die Herausforderung ist stets dieselbe: Testen, optimieren und erweitern Sie das, was Sie bereits tun.

Digitales Marketing entwickelt sich stetig und es gibt viele andere Kanäle und Ansätze, die Sie ebenfalls mit im Blick haben müssen, wie zum Beispiel Überlegungen zur Team-Struktur, zu Executive Buy-ins und dem Nachweis des ROI. Bleiben Sie also am Ball und nutzen Sie die vielen Vorteile, die digitales Marketing Ihrem Unternehmen bietet.