Email Marketing

Tipps und Tricks, wie Sie Ihre E-Mails optimieren

By:

Ich gebe es zu:  E-Mail-Marketing ist beängstigend. Da schwitzen Sie Blut und Wasser über einer E-Mail, erschaffen wunderbaren Content, fügen bezaubernde Bilder hinzu und kreieren die  perfekte Betreffzeile – nur um nach dem Absenden von tausenden Empfängern beurteilt zu werden (jedenfalls fühlt es sich manchmal so an).

Unglücklicherweise ist es einfach so, dass nicht jede E-Mail, die Sie versenden, ins Schwarze treffen wird. Doch durch zuverlässige Testmethoden und eine umfangreiche Liste an A/B-Testideen können Sie zum Glück lernen, wie Sie Ihre Abonnenten besser einbinden und Ihre E-Mail-Performance in ungeahnte Höhen katapultieren können!

E-Mail-Elemente, die Sie testen können

Es kann ein bisschen entmutigend sein, wenn man sich die Liste aller E-Mail-Elemente anschaut, die Sie testen können. Schließlich gibt es eine Menge Arten, wie Sie den Kuchen unterteilen können (und als Kuchen-Liebhaber weiß ich, wovon ich rede …).

Hier sind 25 Elemente, die Sie in Ihren E-Mails testen können:

  1. Betreffzeile
  2. Absender
  3. Wochentag, an dem gesendet wird
  4. Tageszeit, zu der gesendet wird
  5. Kadenz
  6. Links vs. Buttons
  7. CTA (Handlungsaufforderung) als Bild vs. HTML-CTAs
  8. HTML vs. Text
  9. Zeichenlänge der Betreffzeile
  10. Social-Sharing Icons
  11. Teaser (Text direkt nach der Betreffzeile)
  12. Personalisierung: Vorname, Firmenname, Adresse etc.
  13. Höhe des Headers
  14. Einspaltigkeit/Zweispaltigkeit/Dreispaltigkeit
  15. Einbetten eines Videos
  16. Aufzählungen und Listen
  17. S. im Fußteil
  18. Verwendung vertrauter Symbole
  19. Platzierung des CTAs
  20. Kurzer Text oder langer Text
  21. Social Proof (z. B. Anzeige der Likes oder Follower)
  22. Optimierung auf mobile Endgeräte (Responsive Design)
  23. Sonderzeichen in der Betreffzeile
  24. Übersichtlichkeit
  25. Erneutes Senden, wenn nicht geöffnet

Okay, das ist jetzt vielleicht ein bisschen überwältigend, aber dafür ist es wirklich allumfassend.

Da einer der häufigsten Test im E-Mail-Marketing sich um die Betreffzeile dreht, schauen wir uns noch einmal kurz an, was überhaupt eine gute Betreffzeile ausmacht:

  • Wichtiges nach vorn: Die Leute wollen wissen, warum sie Zeit für Ihre E-Mail opfern sollen, also packen Sie all die wichtigen, aktivierenden Wörter ganz nach vorne in Ihre Betreffzeile um den Leser zum Öffnen zu verführen. Oder, anders ausgedrückt: Kommen Sie zum Punkt! Aus Erfahrung weiß ich, dass eine Umstrukturierung der Betreffzeile und das Voranstellen der Keywords die Öffnungsraten um 10-20 % erhöht hat.
  • Werden Sie persönlich: Es gibt immer diese eine Person im Büro, die sich keine Namen merken kann. Um das mal klarzustellen: Niemand findet das witzig, vor allem Ihre E-Mail-Abonnenten nicht. Sprechen Sie Ihre Abonnenten mit Namen an oder fügen Sie zumindest Personalpronomen wie Sie/du und Ihr/dein ein, um Ihrer Betreffzeile einen persönlichen Touch zu geben.
  • Nutzen Sie Reime, Alliterationen und Wortspiele: Mit einer Betreffzeile, die im Munde zergeht, steigern Sie Ihre Öffnungsrate, denn sie ist wie Musik in den Ohren. Natürlich ist es nicht einfach, solche Betreffzeilen zu schreiben, aber wenn es Ihnen gelingt, werden Sie selbst sehen, wie überdurchschnittlich erfolgreich sie sind. Ich habe selbst Betreffzeilen dieser Art gesehen, die 30-40 % höhere Öffnungsraten erreichten!
  • Schreiben Sie deutlich: Seien wir mal ehrlich – wenn es um E-Mails geht, haben wir eine sehr kurze Aufmerksamkeitsspanne. Wir haben einfach nicht die Zeit, uns hinzusetzen und ganz in Ruhe alles sorgfältig durchzulesen. Wir müssen wissen, was wichtig ist, und damit ist es dann auch gut. Wählen Sie daher eine klare und präzise Sprache, wenn es um Ihre Betreffzeilen geht. Wenn Sie eines nicht wollen, dann sind das Betreffzeilen, die man zweimal durchlesen muss, um sie überhaupt annähernd zu verstehen.

Setzen Sie diese Tipps zum Schreiben von Betreffzeilen doch bei Ihrem nächsten E-Mail-Test einfach mal probehalber ein. Behalten Sie im Hinterkopf, dass der erste Eindruck zählt. Die Betreffzeile ist wie der erste Händedruck. Wenn Sie es richtig machen, werden Ihre Abonnenten Sie von Anfang an lieben.

Die 5 besten E-Mail-Testmethoden

Wenn man es richtig durchführt, erhöhen A/B-Tests die Kundeneinbindung, erweitern die Effektivität der Kampagnen und zeigen den Marketern die Vorlieben des Zielpublikums. Schauen wir uns sicherheitshalber noch einmal die besten Testmethoden an.

Hier sind fünf Profitipps zum Testen von E-Mails:

  1. Machen Sie es sich leicht. Testen Sie zuerst die grundlegenden Elemente: Betreffzeile, Namen des Absenders und E-Mail-Text. Es nimmt nicht zu viel Zeit in Anspruch und erfordert keine großartige Kreativität, um sich einige Tests einfallen zu lassen.
  2. Standardisieren Sie die Versandzeit. Wenn Sie einen A/B-Test durchführen, achten Sie darauf, Ihre ganz normale Versandzeit einzuhalten. Sogar eine Abweichung von nur 30 Minuten kann die Testresultate drastisch verändern. Bemühen Sie sich, die E-Mails auf einen Schwung und zu der Zeit, die für Ihre Abonnenten optimal ist, zu versenden.
  3. Wählen Sie den Umfang Ihrer Testmail sorgfältig aus. Ist der Umfang zu klein, küren Sie vielleicht einen Gewinner, der gar keiner ist. Als Daumenregel sollten Sie sicherstellen, dass Sie mindestens 1.000 Beobachtungen pro Test machen können. Wenn Sie zum Beispiel Betreffzeilen testen, muss jede E-Mail mindestens 1.000 mal geöffnet werden, damit Sie statistische Signifikanzen erkennen können. Sind keine Signifikanzen zu erkennen, sollten Sie den Test wiederholen und die Daten zusammenfassen.
  4. Testen Sie immer nur ein Element pro Durchgang. Es ist verführerisch, mehr als eine Variable pro Durchgang zu testen, weil man annehmen könnte, je mehr man auf einmal testet, desto mehr könne man bewirken und desto schneller wären Verbesserungen möglich. Das Problem ist nur, dass Sie gar nicht erkennen würden, worauf die Verbesserungen oder Verschlechterungen in jeder Variablen begründet sind. Testen Sie eine Variable nach der anderen, messen Sie die Ergebnisse und arbeiten Sie die Gewinner nach und nach in Ihre neuen E-Mails ein.
  5. Vertrauen Sie Ihren Testergebnissen. Sie sehen vielleicht Testergebnisse, die keinen Sinn ergeben. Vielleicht wollen Sie Ihren Augen gar nicht trauen. Doch E-Mail-Marketing ist kein Tortenbackwettbewerb – die E-Mail, die am erfolgreichsten ist und die meisten Leser anspricht, ist vielleicht weder die hübscheste, noch Ihr Favorit. Vertrauen Sie den Daten, und Ihre E-Mail-Ergebnisse werden Sie umwerfen!

E-Mail-Kennzahlen, die Sie verfolgen können

Wie sagt man so schön? Was Sie nicht messen können, lässt sich nicht managen – kein E-Mail-Test ist vollständig, wenn Sie nicht die richtigen Kennzahlen haben, um ihn auszuwerten. Lassen Sie uns daher einige wichtige Metriken für das E-Mail-Marketing beleuchten:

  • Gesamtzahl der gesendeten E-Mails
  • Gesamtzahl der zugestellten E-Mails
  • Zustellungsrate: Zugestellte E-Mails/gesendete E-Mails (in Prozent)
  • Eindeutige Anzahl der geöffneten E-Mails
  • Öffnungsrate: Geöffnete E-Mails/zugestellte E-Mails (in Prozent)
  • Nutzen Sie diese Kennzahl, wenn Sie Ihre Betreffzeilentests auswerten.
  • Eindeutige Anzahl der E-Mail-Klicks
  • Click-to-Open-Rate: Eindeutige Klicks/Eindeutige geöffnete E-Mails (in Prozent)
  • Wenn Sie einen A/B-Test durchführen, der eindeutige Elemente innerhalb der E-Mail wie Text, CTA oder Bilder beinhaltet, ist die Click-to-Open-Rate Ihre passende Kennzahl. Da Ihre Betreffzeilen gleich bleiben (nur eine Variable pro Durchgang testen!), kann die CTO aussagen, was die E-Mail leistet, nachdem der Empfänger sie geöffnet hat.
  • Click-Through-Rate: Eindeutige Klicks/zugestellte E-Mails (in Prozent)
  • A/B-Tests für die Betreffzeile können sich die CTR-Metriken zunutze machen. Betreffzeilen beeinflussen sowohl die Öffnungsraten als auch die Click-to-Open-Raten. Die Klick-Through-Rate ist Ihre all-inclusive-Kennzahl für Betreffzeilentests. Denken Sie immer daran: Eine Betreffzeile, die eine tolle Öffnungsrate erzielt, dafür aber Abstriche bei der Click-to-Open-Rate verzeichnet, ist nicht unbedingt der Gewinner. Suchen Sie genau die Betreffzeile, die quer durch alle Metriken die Kontrollzahlen um Längen schlägt.
  • Eindeutige Anzahl der Abmeldungen
  • Abmelderate: Eindeutige Abmeldungen/zugestellte E-Mails (in Prozent)

Ich hoffe, dieser Blog hat Ihnen zu einigen Testideen verholfen und eine Basis dafür legen können, wie Sie am besten testen können. Haben Sie eine besondere Testmethode, die hier nicht erwähnt wurde? Dann teilen Sie sie mit uns im Kommentarfeld.