Engagement Marketing

So wichtig ist Storytelling in der Engagement Economy

By:

Haben Sie vor, nächstes Jahr mehr Marketing-Botschaften als in diesem Jahr zu verschicken? Wenn Sie so ticken wie die meisten Marketer, mit denen ich spreche, dann haben Sie „Ja!“ gesagt. Wir lieben es einfach, mehr Marketing-Botschaften zu verschicken, mehr Content zu erschaffen, mehr Broschüren zu drucken und unsere Produkte und Dienstleistungen jetzt mehr denn je zu promoten.

Doch: Wie oft erhalten Sie eine Marketing-Botschaft einer von Ihnen genutzten Marke, die Sie tatsächlich bekommen wollten? Wenn Sie so antworten wie die meisten Menschen, dann sagen Sie: „Nicht wirklich oft – wenn überhaupt jemals.“

Wir leben in einer Welt, die voll ist mit zu vielen Marketing-Botschaften. Eine Welt, die mehr Gewicht auf den schieren Umfang unserer Aktivitäten legt als auf den Wert unserer Handlungen.

In der heutigen digitalen Welt, in der buchstäblich jeder irgendetwas verbreiten kann, sind wir alle auf der Suche nach etwas, das für uns von Wert ist – in Form von Geschichten, die wir wirklich lesen und mit anderen teilen wollen.

Das bezeichnet man als Engagement Economy. Wenn man sich die Umfrageergebnisse in Engagement: Der Stand der Dinge ansieht, wird ziemlich deutlich, dass Marketer kontinuierlich die Erwartungen der Konsumenten enttäuschen. So denken 82 % der Marketer, dass sie ihre Kunden einbinden, während die meisten Käufer genau gegenteiliger Meinung sind. Nicht ein einziger Käufer sagte, er wünsche sich mehr Mitteilungen von einer Marke.

In diesem Blog werde ich darstellen, warum Storytelling wichtig für die Engagement Economy ist und was wir als Marketer tun müssen, um unsere Kunden zu beeindrucken.

Warum verschicken wir immer noch mehr?

Wir verstehen intuitiv die Dringlichkeit, uns auf Engagement und Wert für unsere Kunden zu konzentrieren – aber wir verschicken immer mehr. Warum ist das so?

Den Anfang macht die unglaubliche Fülle an Möglichkeiten, die sich uns heute bietet, um unsere Produkte und Dienstleistungen zu vermarkten. Die Tage, in denen wir die einfache Wahl zwischen Print, TV und Radiowerbung hatten, sind lang vorüber. Heute haben wir Snapchat, Instagram, Facebook, LinkedIn und Twitter – alle mit vielfältigen Optionen, um eine Marketing-Botschaft zu veröffentlichen. Wir können Unmengen an Content produzieren wie Broschüren, Blogbeiträge, animierte Erklärvideos, Kundenmeinungen und Facebook Live-Videos.

Der Vertrieb bittet uns, mehr Broschüren und Fallstudien zu generieren, mehr Werbekugelschreiber und Anti-Stress-Bälle zu bestellen und bei den Events, die wir sponsern, einen größeren Messestand zu ergattern. Es wird von uns verlangt, unser Logo auf Werbeflächen an Hauptverkehrsstraßen und in Webseitenbanner zu platzieren. Wir fokussieren uns immer noch auf Volumen, weil wir verzweifelt versuchen, unsere Zielgruppe einzubinden. Also sagen wir „Ja!“ zu jeder Anfrage, die da lautet: „Verschickt mehr! Erschafft mehr! Werbt mehr!“

Ein Teil von uns möchte sich wirklich auf echten Mehrwert konzentrieren, aber dann ersetzen wir doch wieder mehr Wert durch mehr Umfang. Das zwingt unsere Zielgruppe dazu, uns auszublenden – also steigern wir den Umfang noch mehr, und der Teufelskreis dreht sich immer schneller.

Neue Marketing-Leader schlagen die Brücke in die Zukunft

Neue Führungspersönlichkeiten entstehen im heutigen Marketing. Leader, die diese negative Rückkopplung von Umfang und Werbekampagnen erkennen. Leader, die eine kundenzentrierte Werbekultur mit deutlichem Fokus auf dem Erschaffen überwältigender Kundenerlebnisse einfordern.

Wir leben nicht mehr in einem Zeitalter, in dem Marketingaktivitäten nicht messbar sind. Alles, was wir tun, versorgt uns mit Erkenntnissen, aus denen wir lernen können. So können wir verstehen, wie wir unseren Kunden Mehrwert bieten, der sich auf unser Unternehmen auswirkt.

Marketingleiter der Zukunft definieren den Markenzweck auf Basis des Mehrwerts, den das Unternehmen seinen Käufern bietet. Sie bauen eine Markenkultur auf, die Mitarbeiter ermutigt, ihr Wissen über die Dinge, von denen sie begeistert sind, zu teilen und werten die Resultate aus.

Unternehmen, die Ihren Sinn und Zweck definieren und die Leidenschaft aller Mitarbeiter anfeuern, erzielen höhere Gewinne. Und die Marketing-Leader der Zukunft zeigen, wo es langgeht.

Storytelling schließt die Lücke

Von uns wird erwartet, noch heute Ergebnisse zu erzielen, wir sollen mehr Werbung machen und unsere Kunden verlangen echten Mehrwert: Wie sollen wir diese Erwartungen nur erfüllen?

Der einzige Weg, die Lücken zu schließen, heißt Storytelling.

Geschichten beeinflussen den emotionalen Wert dermaßen, dass dieser Einfluss objektiv gemessen werden kann. Es gibt eine einfache Formel für den Erfolg von Storytelling. Und die fängt damit an, dass wir unsere Kunden zu den Helden unserer Geschichten machen. Nicht Ihre Marke, Ihr Produkt oder Ihre Führungskräfte.

Ihre Kunden sind alle auf einer Reise, auf denen ihnen viele Herausforderungen und Fragen begegnen. Und nun stellen Sie sich vor, dass Sie – anstatt darüber zu reden, was Sie verkaufen und wie großartig Sie sind – anfangen mitzuteilen, was Sie wissen. Ihre Mitarbeiter haben all das Fachwissen, das Ihre Kunden brauchen, um erfolgreich zu sein. Helfen Sie ihnen, ihre Geschichten zu erzählen.

Definieren Sie die Fragen, die Ihre Kunden stellen, und stellen sie die Antworten Ihrer eigenen Mitarbeiter gegenüber. Und das teilen Sie dann so weitläufig, wie es nur geht. Setzen Sie alles daran, Ihren Kunden zu helfen – so steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Ihre Kunden sich mehr engagieren, Ihnen mehr vertrauen, Ihr Produkt oder Ihren Service erfolgreicher nutzen. Das führt zu einer höheren Kundenbindung und dazu, dass Ihre Kunden Sie im Bekannten- und Freundeskreis weiterempfehlen.

Diese Geschichte neigt sich nun ihrem Ende zu, aber es ist wichtig, dass Sie von hier aus weitermachen. Sie sind die Art von Marketing-Leader, die wir brauchen, um die negativen Auswirkungen des oben beschriebenen ‘Teufelskreis des Marketingvolumens’ zu durchbrechen. Konzentrieren Sie sich darauf, Ihren Kunden Mehrwert zu liefern. Aktivieren Sie das Fachwissen Ihrer Mitarbeiter. Und fangen Sie an zu messen, welchen Einfluss das Erzählen besserer Geschichten hat.

Wie haben Sie Storytelling bereits in Ihre Marketing-Strategie eingebunden? Welche Marken betreiben Ihrer Meinung nach das beste Storytelling? Erzählen Sie mir darüber in der Kommentarfunktion – ich freue mich auf Ihre Geschichten.