Mit 5 Tipps zum Social Media Marketing-Rockstar

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Posted: Oktober 19, 2016 | Social Marketing, Uncategorized

Haben Sie sich schon mal bei einem Rock-Konzert umgesehen? Vermutlich sah es nach dem absoluten Chaos aus. Im Backstage-Bereich arbeiten die Roadies am Aufbau, die Techniker sitzen an ihrem Mischpult und steuern den Sound, auf der Bühne rockt die Band, und im Publikum feiern die unterschiedlichsten Menschen.

Sich in der Social Media-Landschaft zu bewegen kann sich manchmal auch so chaotisch wie ein Rockkonzert anfühlen, immerhin haben Sie es monatlich mit rund 1,71 Milliarden aktiven Facebook-Nutzern, 313 Millionen aktiven Twitter-Nutzern und über 450 Millionen registrierten LinkedIn-Nutzern zu tun – und alle haben unterschiedliche demografische Merkmale und Präferenzen.

Wie werden Sie nun zum Social Media-Rockstar, dem es spielend leicht gelingt, mit verschiedenen Zielgruppen zu interagieren und diese zufriedenzustellen? Wir zeigen Ihnen hier fünf Wege, mit Social Media Ihr Marketing zu rocken:

1 Ihr Publikum kennenlernen

Bevor Sie sich in die taktischen Details stürzen und Ihren Social Media-Plan entwickeln, sollten Sie sich die Zeit nehmen, Ihre Zielgruppe kennenzulernen.

Besucher von Rockkonzerten haben die unterschiedlichsten Werdegänge, aber sie haben eines gemeinsam: sie sind da, um ihren Star live zu sehen. Dieser Rockstar muss wissen, wie er die verschiedenen demografischen Gruppen und Persönlichkeiten begeistern kann. Beim Social Media Marketing ist das auch so. Die Nutzer auf den verschiedenen sozialen Plattformen sind zwar unterschiedlich, aber sie sind alle dort, weil sie mit ihrem Netzwerk und ihren Marken interagieren wollen. Als Social Media Marketer ist es Ihre Aufgabe, Ihr Publikum dazu zu bringen, immer wieder zu kommen.

Sie sollten Zielgruppen-Personas erstellen, um zu verstehen, wer Ihre Zielgruppen sind und was sie mögen. Dies erreichen Sie, indem Sie die folgenden Fragen für sich beantworten:

  • Welchen Background haben Ihre potenziellen Kunden? Bei B2B-Marketern ist das die Frage nach dem Arbeitgeber und deren Verantwortungsbereich.
  • Was sind die Ziele Ihrer Kunden, und wie können Ihre Produkte oder Dienstleistungen ihnen dabei helfen, diese auch zu erreichen? Was sind ihre Herausforderungen, wo drückt der Schuh? Diese Fragen helfen Ihnen dabei, zu bestimmen, wie Ihre Lösung den Schmerz lindern kann … zu erkennen, wie SIE ihren KUNDEN helfen können.
  • Wo konsumieren diese potenziellen Kunden Content? Welche sozialen Netzwerke nutzen sie?
  • Mit welchen Inhalten interagieren Ihre potenziellen Kunden? Interessieren sie sich für eine bestimmte Lösung oder ein bestimmtes Produkt? Gibt es eine bestimmte Art von Botschaft, mit der Sie sie besonders gut erreichen? Und etwas breiter gefasst, welche anderen Themen interessieren sie?

Die Erstellung von Zielgruppen-Personas kostet anfangs etwas Zeit und Mühe, aber Sie werden sehen, dass es sich über den Kunden-Lebenszyklus hinweg auszahlt – und zwar nicht nur für gesteigerte Markenbekanntheit, sondern auch für die Interaktion mit Ihren Interessenten, deren Konvertierung zu Kunden und schließlich deren Entwicklung zu Markenbotschaftern.

2 Auf den Songtext kommt es an

Wenn Sie Ihre Zielgruppe einmal ausführlich kennengelernt haben, können Sie damit beginnen, Ihre Social Media-Marketingstrategie zu planen, indem Sie bestimmen, wie Sie mit Ihrer Zielgruppe über die verschiedenen sozialen Medien interagieren wollen.

Um begeisternde Kampagnen für Social Media zu entwickeln, ist es wichtig, dass Sie diese Schritte befolgen:

  • Ton, Stil und Strategien für die Präsentation Ihrer Inhalte festlegen. Manche Konzertbesucher mögen vielleicht gerne leichten, sanften Jazz, während andere so richtig abrocken wollen. Und genau deshalb muss Ihr Content an die Präferenzen Ihrer Zielgruppe angepasst werden. Soll der Inhalt im Konversationston, beschreibend oder bestimmend herüberkommen? In welchem Format möchten Sie veröffentlichen? In einem Text, mit einem Bild oder mit einem Content-Asset?
  • Recherchieren, wofür sich Ihre potenziellen Kunden am meisten interessieren und dazu Inhalte erstellen. Rockstars müssen herausfinden, was ihre Fans am liebsten mögen – Liebeslieder oder Songs über den Alltag, oder ein bisschen von beidem? Die Stars müssen auch berücksichtigen, was sie besonders gut können und für wen sie die Songs spielen. Bei Social Media werden die Themen, über die Sie schreiben, von den Interessen jeder Zielgruppen-Persona bestimmt und davon, wie Sie diese erreichen. Wenn Sie mal nicht weiterkommen und sich fragen, was Ihr Publikum denn gerne sehen will, dann fragen Sie doch einfach nach! Sie können auf jeder Plattform die Frage posten: „Für was interessieren Sie sich? Über was sollen wir einen Beitrag schreiben?“
  • Verstehen, woher Käufer ihre Informationen bekommen und wie sie Inhalte konsumieren. Es gibt viele verschiedene Social Media-Plattformen, es kommen laufend neue dazu, und bestehende Plattformen aktualisieren ihre Funktionen ständig. Sie müssen also verstehen, wie Sie Ihre Zielgruppe erreichen und mit welchem Content. Beispielsweise wünschen sich Nutzer von Snapchat eher etwas leicht Verdauliches mit Humor, während sich LinkedIn-Nutzer umfangreichere Inhalte wünschen. Gefallen Ihrer Zielgruppe Videos, die hinter die Kulissen blicken lassen oder Frage-und-Antwort-Runden? Streamen Ihre potenziellen Kunden auf Spotify oder suchen sie nach Videos auf YouTube oder mit dem neuen Twitter-Hashtag #nowplaying? Es ist wichtig, konsequent zu sein. Wenn Sie im Newsfeed Ihrer Interessenten beständig auftreten, haben Sie größere Chancen, ihr nächstes Vorhaben oder die nächste Kaufentscheidung zu beeinflussen. Wussten Sie, dass 60 % aller Twitter-Follower bei einem Unternehmen einkaufen, weil sie auf Twitter darüber etwas gelesen haben, und dass 86 % vorhaben, zukünftig etwas bei einem Unternehmen zu kaufen, das ihnen auf Twitter interessant erschien? Diese Ergebnisse stammen aus Berichten von Twitter. Das sind ziemlich beeindruckende Zahlen, oder?

3 Den Rhythmus im Blut

Sie können sich dem Hard Rock verschreiben (harter Verkauf) und Ihre potenziellen Kunden mit Verkaufsargumenten geradezu bombardieren, oder Sie können ihnen eine Vielzahl an Optionen bieten und im gleichmäßigen Rhythmus die Seele Ihrer Musik offenbaren. Beim Social Media Marketing geht es darum, mit Ihrer Zielgruppe eine Beziehung aufzubauen.

Welche unterschiedlichen Arten von Botschaften gibt es, die Sie über soziale Netzwerke teilen können? Bei Marketo streben wir nicht nur danach, wertvolle Inhalte für unsere Kunden zu erstellen. Wir konzentrieren uns in erster Linie auf das Weitergeben von Informationen und danach erst aufs Verkaufen. Als Grundlage dieser Philosophie folgen wir einer 4:1:1-Regel, die von Joe Pulizzi vom Content Marketing Institute aufgestellt wurde. Wir veröffentlichen zunächst vier lehrreiche oder unterhaltsame Beiträge (zum Beispiel Infografiken, Blogbeiträge oder Artikel mit Neuigkeiten aus der Branche), danach bieten wir einen leichten Werbungscontent für eine mittlere Phase im Trichter an (ein Beitrag, der eine Lösung anbietet) und dann kommt ein starker Werbungsinhalt für späte Phasen in der Buyers Journey, wie eine Produkt-Demo.

Durch diesen stetigen Mix können wir hervorragend mit unserer Zielgruppe interagieren, um so unsere Bekanntheit, Glaubwürdigkeit und das Vertrauen in uns zu steigern. Beiträge, die Branchentrends aufgreifen und aktuellen, relevanten Content liefern, geben Ihren Followern einen Mehrwert. Dadurch sind sie in späteren Phasen des Kaufprozesses empfänglicher für Botschaften über Ihre Produkte und Services.

4 Die Stimme Ihrer Marke

Dieser Teil macht besonders viel Spaß. Genauso wie Rockstars einen einzigartigen Sound haben, sollten Sie auch in einem Ton kommunizieren, der Ihren Unternehmenswerten entspricht.

Für B2B- und B2C-Marketingfachleute gleichermaßen ist Social Media der Kanal der Wahl geworden, wenn es um die Entwicklung der Marke oder die Steigerung der Zielgruppeninteraktion geht. Es ist einfach, über soziale Netzwerke mit Ihren Käufern in Kontakt zu bleiben, Ihre Produkte und Dienstleistungen kreativ zu vermarkten und auch Ihre Markenbotschaft zu unterstreichen.

Ihr Notenheft ist leer und bereit für die Komposition Ihres Meisterstücks. Hier sind ein paar grundlegende Wege, wie Sie die Social Media bei der Erstellung einer tollen Markenbotschaft nutzen können:

  • Machen Sie sich mit Ihren Unternehmenswerten vertraut und lassen Sie Ihre Unternehmenskultur in Ihren Ton und Ihre Sprache einfließen. Denken Sie darüber nach, wofür Ihr Unternehmen steht und wie Sie wahrgenommen werden wollen. Probieren Sie es doch einfach mal aus!
  • Personalisieren – so kommt die soziale Komponente ins Social Media. Es geht nicht nur darum, was Sie sagen. Es geht darum wie Sie es sagen. Also beschallen Sie Ihre Zielgruppe nicht einfach pauschal, sondern führen Sie Dialoge mit Ihren Followern. Wenn sie Sie in ihren Beiträgen markieren, antworten Sie ihnen. Zeigen Sie ihnen, dass Sie zuhören und ihre Interaktion wertschätzen. Gestalten Sie Ihre Antworten persönlich, um sich so von anderen Marken abzusetzen. Seien Sie Sie selbst.
  • Schaffen Sie eine Community. Wenn Sie immer nur über Ihre Marke sprechen, wird das bald langweilig. Hören Sie Ihrer Zielgruppe zu und lernen Sie sie kennen. So bekommen Sie einen Einblick in das, was sich Ihre Zielgruppe von Ihnen wünscht – und dann liefern Sie genau das. Lernen Sie, die Sprache Ihrer potenziellen Kunden zu sprechen und dahin zu gehen, wo sie hingehen.

5 Zuhören

Rockstars achten auf ihre Fans, um zu sehen, ob ihre Songs bei ihrem Publikum ankommen. Beim Social Media Marketing verhält es sich damit nicht anders. Wie in jeder Unterhaltung, zählt auch hier, dass beide Gesprächspartner zum Zuge kommen. Diskussionen über Ihre Marke können überall stattfinden. Stellen Sie also nicht einfach blind Vermutungen darüber an, wo die Unterhaltung losgeht. Hören Sie auf allen Plattformen zu, um Gespräche über Ihre Marke, Ihren Wettbewerb und Ihre Branche aufzuspüren.

Hier finden Sie noch ein paar weitere Möglichkeiten, wie Sie das Zuhören auf allen Plattformen zu Ihrem Vorteil nutzen können:

  • Verwenden Sie Social Media als Werkzeug für Kundenservice. So werden Sie als Unternehmen transparenter und können Ihren Kunden Antworten in Echtzeit bieten. Fragen und Antworten in sozialen Netzwerken sind oftmals für alle sichtbar. Da wird es schnell eng für Unternehmen. Sie können Anfragen nicht einfach ignorieren. Also, kehren Sie Fragen nicht einfach unter den Teppich – wenn Sie auf eine Beschwerde antworten, ist das eine fabelhafte Gelegenheit, einen negativen Eindruck in einen positiven umzuwandeln.
  • Informieren Sie hunderttausende Follower mit nur einem Post! In sozialen Netzwerken können Sie oftmals nachsehen, ob eine Frage mehrmals gestellt wird. Verringern Sie die Anzahl an E-Mails, Anrufen und Chats, indem Sie die Antwort in einem Post geben. Insbesondere bei Betriebsausfällen, Produkteinführungen und Veranstaltungen ist dies äußerst nützlich.
  • Konzentrieren Sie sich auf die Interaktion mit Ihren Kunden. Zeigen Sie Ihren Kunden, dass sie Ihnen wichtig sind. Häufige Interaktionen mit Ihren Kunden führen oft zu verstärkter Kundenbindung. Je mehr Sie Ihre Kunden dazu motivieren können, sich mit Ihren Inhalten auseinander zu setzen, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie zu Ihnen zurückkehren und mit Ihnen interagieren.
  • Sehen Sie sich nach Feedback für Ihre Produkte um. Unterhaltungen zwischen Nutzern können oftmals Bände sprechen. Hören Sie auf das, was andere Leute sagen und finden Sie Möglichkeiten, wie Sie das Feedback in Ihren Geschäfts- oder Produktplan einbauen können. Kunden sind oftmals bereit, Ihnen zu sagen, wo der Schuh drückt, damit Sie Ihre Produkte verbessern können.

Social Media kann sich schon manchmal wie ein chaotisches Rockkonzert anfühlen mit Geräuschen aus allen Richtungen und verschiedenen Persönlichkeiten, die aufeinander treffen. Wenn Sie aber die richtige Strategie verfolgen, erfahren Sie schnell, wer Ihre Zielgruppe ist und wie Sie sie ansprechen können. So schaffen Sie ein einmaliges Kundenerlebnis.

Sind Sie bereit, den Verstärker Ihrer Social Media-Kampagnen mal so richtig aufzudrehen? Eine Strategie aufzustellen ist nur der Anfang. Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie Sie Ihre Kampagnen messen und optimieren können, um den maximalen ROI zu erzielen, dann laden Sie sich unseren Praktischen Ratgeber für das Social Media Marketing herunter.

Lisa Marcyes ist eine Social Media Marketing-Managerin, die bei Marketo für die Social-Channel-Strategie und -Initiativen verantwortlich ist. Seit über fünf Jahren unterstützt sie Marken in der Tech-Branche beim Aufbau ihrer digitalen und Social Media-Präsenz. Lisa lebt in der Bay Area und liebt den Strand, das Wandern und die Fotografie.

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