dmexco – Digitale Trends für die Marketer von morgen

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Posted: Oktober 6, 2016 | Event Marketing

Jedes Jahr trifft sich die Marketingbranche auf der dmexco in Köln, um interessierten Besuchern die neuesten Technologien, Anwendungen und Einsatzmöglichkeiten zu präsentieren. Was sind nun aber die Trends, die auf der diesjährigen dmexco zu beobachten waren? Wie steht es um die digitale Transformation der Branche?

Status Quo der Digitalisierung in Deutschland

Der Regional Sales Director DACH von Marketo, Thomas Weyand, ist überzeugt, dass die digitale Transformation eine Unternehmensaufgabe ist, die nicht an einer einzigen Person wie dem Chief Digital Officer hängenbleiben kann. Hier muss von der Unternehmensführung die Digitalisierung vorgelebt und in allen Unternehmensbereichen umgesetzt werden. Dieser Einschätzung entspricht auch die Meinung von Tobias Kollmann, Professor an der Universität Duisburg-Essen. Ihm zufolge hinkt Deutschland im internationalen Wettbewerb um Innovation schlicht und ergreifend hinterher. Das Problem verortet er ebenfalls hauptsächlich in der hiesigen Unternehmenskultur: „Es gibt noch zu wenig digitales Leadership in den Führungsetagen.“

Dem gegenüber steht allerdings die These von Zone-CEO Felix Holzapfel, der der Branche ein Erwachsenwerden und eine damit einhergehende Ernüchterung unterstellt. Seine Beobachtung lautet, dass von Jahr zu Jahr immer mehr Top-Entscheider der Branche beschließen, der dmexco als Leitmesse fern zu bleiben, da es keine wirklichen Neuigkeiten auf der Messe zu sehen gebe.

Video, Personalisierung und VR – die Leitthemen der Digitalmesse

Welchen Weg die Messe tatsächlich einschlagen wird, muss die Zukunft zeigen. Nichtsdestotrotz haben sich einige Trends klar als die Leitthemen der Messe etabliert. So war eines der Hauptthemen in diesem Jahr das Medium Video. Besonders hervorgetan hat sich hier Imran Khan, Chefstratege bei Snapchat. Dieser hat in seiner Keynote das Unternehmen als Camera Company präsentiert und klargemacht, dass sich Snapchat nicht als soziale Technologie versteht. Mit der App, die Bilder mit Filtern anreichert oder Videos erstellt, unterhalten sich mittlerweile über 150 Millionen Menschen täglich.

Im Gegensatz zu Snapchat betont Facebook die Bedeutung des Mediums Video für die Onlinebranche. In seiner Keynote erklärt Chris Cox, Chief Product Officer von Facebook, dass laut seinen Erwartungen in nur fünf Jahren bereits 70 Prozent des mobilen Internet-Traffics aus Videos bestehen werden. Darum möchte Facebook dieses Potential natürlich ausnutzen und arbeitet daran, die eigenen Videodienste mit zusätzlichen Features wie beispielsweise Werbeeinblendungen anzureichern.

Ebenso erkennbar war der Trend hin zu immer höherer Personalisierung. So unterstellt WPP-CEO Martin Sorrell beispielsweise konventionellen Medien – er nennt hier explizit die New York Times, die BBC und den Guardian – dass sie es noch nicht verstanden hätten, ihre News fachgerecht für die „Generation Millennials“ aufzubereiten und zur Verfügung zu stellen. Dabei versuchen gerade die beiden erstgenannten Medien, sich hier neue Zielgruppen zu erschließen.

Die BBC hat beispielsweise bereits Reportagen als reine Snapchat News gezeigt. Die New York Times hingegen geht noch einen Schritt weiter und nimmt sich direkt dem Trendthema virtuelle Realitäten als Vorreiter an. Andy Wright von der New York Times argumentiert, dass Nutzer über Virtual Reality viel stärker ins Geschehen einbezogen werden, als dies über Video der Fall ist. Als Beispiel ist hier die VR-Berichterstattung aus dem syrischen Kriegsgebiet zu nennen, mit dem der Verlag für großes Aufsehen gesorgt hat.

Messe der Rekorde

Aber wie steht es jetzt wirklich um die dmexco? Vielleicht sind tatsächlich einige Entscheidungsträger, wie von Felix Holzapfel gemutmaßt, der Messe fern geblieben. Die Aussteller- und Besucherzahlen und die rege Diskussion über Trends und Themen zeigen, dass weiterhin ein ungebrochenes Interesse an den Entwicklungen der Branche besteht. Wir sind uns sicher, dass dies auch noch eine Weile anhalten und die dmexco ihren Status als Marketing-Leitmesse noch eine Zeit lang halten können wird.

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